Vereinigung zur Erhaltung der Greetsieler Zwillingsmühlen e.V.

– In dat moje Oostfreesenland liggt Greetsiel an de Waterkant,
waar de Zwillingsmöhlens stahn achter d´Diek.
Greetsiel, oh Greetsiel, wat büst du doch riek.-

(Im schönen Ostfriesland liegt Greetsiel an der Küste, wo die Zwillingsmühlen hinterm Deich stehen. Greetsiel, oh Greetsiel, was bist du doch reich)

Die Vereinigung zur Erhaltung der Greetsieler Zwillingsmühlen

Greetsiel – nirgendwo ist Ostfriesland typischer als hier. Klare Nordseeluft, das Geschrei der Möwen, ein idyllisches Fischerdorf mit seinem  malerischen Hafen, Krabbenkuttern und über allem ruhen seine Wahrzeichen: Die Greetsieler Zwillingsmühlen! Von Südosten kommend, weisen Sie schon von weitem den Weg ins Dorf. Für Greetsiel und die Krummhörn sind die Mühlen ein wichtiges kulturelles Wahrzeichen und besonderer Anziehungspunkt den es zu erhalten gilt.

Die „Vereinigung zur Erhaltung der Greetsieler Zwillingsmühlen e.V.“ hat es sich zur Aufgabe gemacht, beide Greetsieler Mühlen im Sinne der Denkmals und Heimatpflege zu erhalten und zu nutzen. Das plattdeutsche Gedicht der ostfriesischen Dichterin Elisabeth Pollmann über Greetsiels Mühlen verrät, wie sehr die Mühlen zu Ostfriesland gehören:

Twee Süsters stahn siet lange Tieden stuf up en Stee. Blenkern wiet na alle Sieden un doon keen Tree.
Se dreihn de Kopp na alle Kanten, as de Wind dat will. Dat Mundwark van de olle Tanten steiht neet gern still.
Kabbelnd holn se sück to´n besten, wat kummt un geiht, besünners wenn en stramm Nordwesten hör blüst un dreiht.
Mennig Flögel mus al wieken, wiel he staffolt. Man de Süsters an de Dieken sünd kask un stolt.
Un se dreihen lüsteg wieder för jung un olt, wöhlen ok al Wurm un Snieder dör´t olle Holt.
Mögen disse Süstermöhlen noch lange stahn un de heimatlike Deelen uns noit vergahn.

(Ostfreesland-Kalender 1976)

 

Die Zeit dreht sich weiter – die Mühlen bleiben

Windmühlen gehören zu Ostfriesland wie Kluntje in den Tee.  Einst besaß jedes Dorf mindestens eine Wind- oder Wassermühle und Sie waren von großer wirtschaftlicher Bedeutung. Im Jahr 1424 drehten sich die ersten Flügel einer Mühle in Esens im ostfriesischen Wind. Um 1900 zählte der ostfriesische Mühlenbestand 174 Windmühlen. Davon ist knapp die Hälfte noch erhalten.Viele Mühlen wurden über die Jahre in liebevoller Arbeit restauriert und instand gehalten.

Mühlen prägen das Bild von Ostfriesland und in fast jedem Ort findet man sie. Dabei dienten Sie hier nicht nur zum mahlen des Korns, sondern halfen auch bei der Landentwässerung in den Marschen. In Aurich kann man die mit fünf Stockwerken höchste Mühle bestaunen und in manch anderen Orten kann man noch dem Müller bei der Arbeit zuschauen. Viele Mühlen beherbergen mittlerweile Cafés und man kann in uriger Atmosphäre eine kleine Pause einlegen.

Es gibt das ganze Jahr über viele Veranstaltungen rund um die Mühlen und das Müller-Handwerk, bei dem man einen tollen Blick hinter die Kulissen werfen- und sich auf eine kleine Zeitreise begeben kann. Damit diese besonderen Bauwerke und die alte Kulturtechnik der Müllerei nicht in Vergessenheit geraten, findet jährlich an Pfingstmontag der Deutsche Mühlentag statt.

Die Greetsieler Zwillingsmühlen

Die ersten Berichte über Windmühlen in Westeuropa stammen aus dem zwölften und dreizehnten Jahrhundert. Dass Kreuzritter in ihrer Heimat von Mühlen im Morgenland berich­tet haben, wird vermutet ist aber nicht belegt. Erfahren Sie mehr

Unterstützen Sie die Greetsieler Zwillingsmühlen!

Unterstützen Sie unsere Arbeit durch tatkräftige Mitwirkung als Mitglied oder durch eine Spende. Jeder Cent wird zu 100% für die Erhaltung der Mühlen eingesetzt!

Da wir als gemeinnütziger Verein vom Finanzamt anerkannt sind, können wir eine Spendenbescheinigung ausstellen. Wenden Sie sich gerne über das Kontaktformular an uns.

Aktuelle Veranstaltungen in den Mühlen und Neuigkeiten

Der Blühstreifen wurde erweitert und ein 5-jährigen Saatgut als Nahrungsquelle für Bienen ausgesät

 

Besuchen Sie die Zwillingsmühlen in Greetsiel

Die Greetsieler Zwillingsmühlen stehen in der Mühlenstraße, südöstlicher Ortseingang. Ein öffentlicher Parkplatz befindet sich gegenüber der roten Mühle.